LASK: Meister auf dem Weg in die Champions League
Vier Tore Rückstand im Gesamtergebnis, und eigentlich war die Sache gelaufen. Doch der LASK drehte das Playoff gegen Celtic noch, kam von 0:4 auf 5:4 zurück und stand zum ersten Mal in seiner über hundertjährigen Geschichte in der Champions League. Für einen Klub aus Linz, der jahrzehntelang zwischen den Ligen pendelte, ist das eine kleine Sensation. Und sie erklärt, warum diese Saison in Oberösterreich sich anders anfühlt als alle davor.
Linzer Tradition, moderne Entwicklung
Das Kürzel steht für Linzer Athletik-Sport-Klub. Gegründet 1908, ist der LASK der älteste Fußballverein Oberösterreichs und über die Jahrzehnte ein Verein der Höhen und Tiefen gewesen. Lange pendelte er zwischen erster und zweiter Liga, ehe in den letzten Jahren ein konsequenter Aufbau folgte. Das vorläufige Ergebnis dieses Wegs: der Meistertitel 2025/26, einer der größten Erfolge der jüngeren Vereinsgeschichte, und dazu ein Pokalsieg.
Der Weg nach oben war kein Zufall, sondern Planung. Ein neues Stadion, eine klare sportliche Linie und ein Trainer mit Erfahrung haben aus dem ewigen Wackelkandidaten einen festen Wert an der Spitze gemacht. Genau das macht den LASK zum vielleicht besten Beispiel dafür, wie ein Klub ohne Konzerngeld und ohne Wiener Fanmassen nach oben kommt.
Die Raiffeisen Arena in Linz
Seit 2023 spielt der LASK in der neuen Raiffeisen Arena mit rund 19.080 Plätzen, einem der modernsten Stadien des Landes, direkt in der Stadt gelegen. Es ist steil, kompakt und laut, gebaut für Atmosphäre. In Champions-League-Nächten, wenn europäische Topklubs nach Linz kommen, wird daraus ein echtes Erlebnis. Für Besucher ist die Arena gut mit einem Tag in Linz kombinierbar, einer Stadt, die mit Donau, Kultur und Industriegeschichte überrascht.
Die aktuelle Saison: zwei Fronten gleichzeitig
In der Liga steht der LASK nach elf Runden mit 22 Punkten auf Platz drei, hinter Rapid und Salzburg. Als Titelverteidiger ist das ein ordentlicher, aber kein überragender Start, zumal zwischendurch Heimniederlagen gegen die beiden Topklubs hingenommen werden mussten. Das eigentliche Thema dieser Saison ist jedoch die Doppelbelastung: Liga und Champions League parallel, bei einem Kader, der für österreichische Verhältnisse stark, für die europäische Bühne aber überschaubar ist.
Ein eigener Rechenblick zeigt den Spagat. 22 Punkte aus elf Spielen bedeuten einen Schnitt von genau zwei Punkten pro Partie, ein solider Wert für einen Verfolger. Zugleich spielt der LASK in der Champions-League-Ligaphase acht Partien, vier davon zu Hause. Jedes dieser Europaspiele kostet Kraft, die in der Liga fehlen kann. Trainer Dietmar Kühbauer löst das über Rotation: Er schont Schlüsselspieler, wenn ein großes Europaspiel ansteht. Genau das führt in der Liga manchmal zu zähen Arbeitssiegen statt klarer Erfolge. (Eigene Überschlagsrechnung auf Basis der genannten Saisonwerte; aktuelle Tabelle am Spieltag prüfen.)
Vom 0:4 gegen Celtic zum 5:4 und in die Champions League: ein Comeback, das der LASK so noch nie erlebt hatte. Nach Angaben von UEFA.com zum Champions-League-Playoff 2026
Punkteschnitt: LASK im Vergleich zur Spitze
Der Rückstand ist da, aber nicht dramatisch. Zwei Punkte pro Spiel halten den LASK im Rennen um die oberen Plätze. Die Frage ist, ob die Doppelbelastung diesen Schnitt im Winter drückt oder ob die Mannschaft die Energie aus den Europanächten in die Liga mitnimmt.
Liga oder Europa? Der Spagat eines kleinen Großen
Für einen Klub wie den LASK ist die Champions League Fluch und Segen zugleich. Sie bringt Geld, Prestige und unvergessliche Abende gegen europäische Spitzenteams. Sie kostet aber auch Substanz: Verletzungen, müde Beine, enge Terminpläne. Große Vereine mit tiefem Kader federn das ab, ein Verein aus Linz spürt jede Englische Woche. Kühbauers Kunst in dieser Saison besteht darin, beides zu bedienen, ohne eines davon aufzugeben. Gelingt das, war 2026/27 ein historisches Jahr. Misslingt es, könnte der Europatraum am Ende Punkte in der Liga kosten.
Von Kapfenberg nach Linz: Spieltag plus Stadt
Ein LASK-Spiel lässt sich gut mit einem Tag in Linz verbinden:
- Linzer Altstadt und Donauufer am Tag, dazu das Ars Electronica Center für Technikfans.
- Raiffeisen Arena am Abend: modernes Stadion, in Europapokal-Nächten besonders stimmungsvoll.
- Anreise von Kapfenberg mit Bahn oder Auto gut als Tages- oder Wochenendtrip machbar.
Vom Wackelkandidaten zum Meister
Die Geschichte dieses Klubs ist eine der erstaunlichsten Aufstiegsgeschichten des österreichischen Fußballs. Gegründet 1908, ist er der älteste Fußballverein seines Bundeslandes, und über Jahrzehnte war er ein Verein der Höhen und Tiefen. Immer wieder pendelte die Mannschaft zwischen den Ligen, mal oben dabei, mal wieder abgestiegen, nie dauerhaft etabliert. Für viele galt sie lange als ewiger Wackelkandidat.
Umso bemerkenswerter ist, was in den letzten Jahren geschah. Ein konsequenter Aufbau, eine klare sportliche Linie und kluge Planung formten aus dem Auf-und-ab-Verein einen festen Wert an der Spitze. Das vorläufige Ergebnis dieses Wegs ist der Meistertitel der Vorsaison, einer der größten Erfolge der jüngeren Vereinsgeschichte, dazu ein Pokalsieg. Dieser Aufstieg war kein Zufall, sondern das Produkt von Geduld und Struktur. Genau das macht den Verein zum besten Beispiel dafür, wie ein Klub ohne Konzerngeld und ohne große Fanmassen nach oben kommen kann.
Die Raiffeisen Arena: ein Stadion macht den Unterschied
Ein wichtiger Baustein dieses Aufstiegs war das neue Stadion. Seit 2023 spielt die Mannschaft in der modernen Raiffeisen Arena mit rund 19.080 Plätzen, mitten in der Stadt gelegen und zu den fortschrittlichsten Spielstätten des Landes zählend. Sie ist steil gebaut, kompakt und laut, geschaffen für Atmosphäre. Fachleute sind sich einig, dass ein eigenes, modernes Stadion für einen Verein nicht nur ein Spielort ist, sondern ein wirtschaftlicher und emotionaler Motor.
In Champions-League-Nächten, wenn europäische Topklubs anreisen, verwandelt sich die Arena in ein kleines Fußballtheater. Für Besucher ist sie gut mit einem Tag in der Stadt kombinierbar, die mit Donau, Kultur und Industriegeschichte überrascht. Die Anhängerschaft hat den Aufstieg mitgetragen und füllt das Stadion inzwischen regelmäßig, ein Zeichen dafür, dass der sportliche Erfolg auch die Fankultur neu belebt hat.
Liga oder Europa? Der Spagat eines kleinen Großen
Die Teilnahme am höchsten europäischen Wettbewerb ist Fluch und Segen zugleich. Sie bringt Geld, Prestige und unvergessliche Abende gegen die Elite des Kontinents. Sie kostet aber auch Substanz: Verletzungen, müde Beine, enge Terminpläne mit englischen Wochen. Große Vereine mit tiefem Kader federn das ab, ein Klub aus einer mittelgroßen Stadt spürt jede zusätzliche Partie.
Genau hier liegt die eigentliche Herausforderung dieser Saison. Acht Spiele in der Ligaphase des Europacups, dazu der Alltag im Oberhaus, das zehrt an einem Kader, der für heimische Verhältnisse stark, für die internationale Bühne aber überschaubar ist. Die Kunst besteht darin, beides zu bedienen, ohne eines davon aufzugeben. Gelingt das, war es ein historisches Jahr. Misslingt es, könnte der Europatraum am Ende Punkte in der Liga kosten. Es ist ein Drahtseilakt, der Woche für Woche neu austariert werden muss.
Ein Ausflug an die Donau
Für Besucher aus der Steiermark ist ein Spieltag ideal mit einem Tag in der Landeshauptstadt an der Donau zu verbinden. Die Stadt hat sich in den letzten Jahrzehnten gewandelt, von der grauen Industriestadt zur modernen Kulturmetropole. Tagsüber locken die Altstadt, das Donauufer und für Technikbegeisterte das weltbekannte Ars Electronica Center, ein Museum der Zukunft, das Jung und Alt fesselt.
Am Abend dann der Wechsel ins Stadion, besonders stimmungsvoll in den Europapokal-Nächten. Die Anreise ist mit Bahn oder Auto gut als Tages- oder Wochenendtrip machbar. Diese Verbindung aus Industriekultur, moderner Kunst und großem Fußball macht die Stadt zu einem überraschend vielseitigen Ausflugsziel, das weit mehr bietet, als man auf den ersten Blick vermutet.
Vorschau: das Heimspiel gegen Slovan Bratislava
Schon am 3. November steht in der Raiffeisen Arena das nächste Champions-League-Heimspiel gegen Slovan Bratislava an, ein Gegner auf Augenhöhe und damit eine echte Punktechance in Europa. Für den LASK ist es eines der wichtigsten Spiele der Ligaphase: Gegen die Topklubs sind Punkte schwer zu holen, gegen Slovan dagegen ist etwas drin. Parallel läuft das Titelrennen in der Liga weiter. Dieser November zeigt, wie viel ein kleiner Großer auf zwei Fronten wirklich stemmen kann.
Vielgestellte Fragen zum LASK
Wofür steht LASK?
LASK steht für Linzer Athletik-Sport-Klub, gegründet 1908 in Linz. Er ist der älteste Fußballverein Oberösterreichs.
In welchem Stadion spielt der LASK?
In der Raiffeisen Arena in Linz, einem modernen Stadion mit rund 19.080 Plätzen, eröffnet 2023.
Spielt der LASK in der Champions League?
Ja. Als Meister 2025/26 spielt der LASK 2026/27 zum ersten Mal in seiner Geschichte in der Champions League.
Wer ist der Trainer?
Dietmar Kühbauer, früher selbst Profi bei Rapid Wien und später erfolgreicher Trainer, unter anderem beim Wolfsberger AC und bei Rapid.
Wo steht der LASK in der Tabelle 2026/27?
Nach elf Runden auf Platz drei mit 22 Punkten, hinter Rapid und Salzburg. Da die Saison läuft, Stand am Spieltag prüfen.
Zurück zum Abend gegen Celtic, zu den vier Toren Rückstand, die niemand mehr aufholen wollte, und zum 5:4, das alles veränderte. Der LASK hat sich auf die größte Bühne des Klubfußballs gekämpft. Ob er dort bestehen und gleichzeitig in der Liga vorne bleiben kann, ist die offene Frage dieser Saison. Beantwortet wird sie nicht in einem großen Abend, sondern in der Summe vieler müder Englischer Wochen.
Thomas Wagner schreibt über Tourismus, Freizeit und regionale Themen in der Steiermark. Er kennt Kapfenberg und die umliegende Region seit vielen Jahren aus eigener Erfahrung — als Wanderer, Radfahrer und neugieriger Entdecker von Kulturgütern wie der Burg Oberkapfenberg oder der Rettenwandhöhle.
Sein Ziel ist es, Besuchern und Einheimischen gleichermaßen praktische und ehrliche Informationen zu geben: welche Wege sich lohnen, was die Region besonders macht und wie man das Mürztal abseits der ausgetretenen Pfade erleben kann.
